2022/04/05

Der deutsche Strommix - März 2022

Und wieder ist es Zeit, auf den vergangenen Monat zurückzublicken mit Daten, die - wie immer - von der Bundesnetzagentur stammen. 




In regenerativer Hinsicht war der März 2022 etwas schwach aufgestellt. Nur an wenigen Tagen konnte der Wind nennenswert zur Stromproduktion beitragen. 

So etwa am 11. März. 


An diesem Tag konnten Sonne und Wind zusammen den Stromhunger der Republik befriedigen. 

Ganz anders hingegen sah es am 24. März aus. 


Den ganzen Tag über legte sich in der gesamten Bundesrepublik kaum ein Lüftchen und nur die Sonne ließ die Bilanz der Regenerativen nicht allzu blass aussehen. Es war einer jener Tage, wo auch die ominösen Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland so gut wie nichts geliefert hätten. 

Es ist eben doch nicht so, dass irgendwo immer der Wind weht. 






2022/03/12

Im Energiekrieg

Der gegenwärtige Krieg in der Ukraine ist auch ein Energiekrieg. 

Auf bto findet sich dazu ein lesenswerter Artikel, der seinerseits auf ein Original von Zerohedge zurückgeht. 

Daraus ein paar Highlights: 

  • [6] Europe, in particular, cannot afford high oil prices. If interest rates are increased soon, this will make the problem even worse. China seems to have definite advantages as an economic partner.
  • [7] Russia realized that the rest of the world is utterly dependent upon its fossil fuel exports. Because of this dependency, as well as the physics-based connection between the burning of fossil fuels and the making of finished goods and services, Russia holds huge power over the world economy.
  • We live in what historians may someday call the Fossil Fuel Age. . .With high energy consumption goes a high standard of living (…) A reduction of per capita energy consumption has always in the past led to a decline in civilization and a reversion to a more primitive way of life. (…) The likely problem with fossil fuels has been hidden behind an imaginative, but false, narrative that our biggest problem is climate change caused primarily by fossil fuel extraction that can be expected to extend until at least 2100, unless positive steps are made to hold back this extraction.
Unser Lebensstil ist mit einem bestimmten Energiebedarf verbunden. Steht uns weniger Energie zur Verfügung, so wird das Auswirkungen auf unseren Lebensstandard haben. 

Die Frage ist, wie weit diese Auswirkungen gehen können bzw. wie lange sie von der Bevölkerung akzeptiert werden. 

2022/03/03

Der deutsche Strommix - Februar 2022

 Ein Blick zurück auf den Monat Februar mit Daten, die von der Bundesnetzagentur stammen. 

Insgesamt war dieser Zeitraum sehr windreich, was sich in der Produktionskurve klar manifestiert. 


Und hier noch zwei signifikante Tage. 

Da ist zuerst der 20. Februar zu nennen, ein Sonntag. 


Zweifellos ein starker Windstromtag. Ein guter Teil des Tages konnte allein mit regenerativen Stromquellen versorgt werden, auch dank der Sonne, die sich auf einen bereits windreichen Tag noch draufsetzen konnte. 

Im Gegensatz dazu steht der 26. Februar, ein Samstag. 


Der Wind war inzwischen wieder abgeflaut, und nur die Sonne lässt die Bilanz der Regenerativen nicht völlig desaströs erscheinen. 

So schnell kann es also gehen. Innerhalb einer Woche von einer nahezu vollständigen Versorgung mit regenerativem Strom zu einem eklatanten Mangel desselben. Das nennt man dann Volatilität. 





2022/02/20

Richard P. Feynman - Genie und Querdenker

 Eine gelungene Hommage an einen der großen Physiker des 20. Jahrhunderts. 

In der Tat: Herausragende Forscher waren fast immer abseits des Mainstreams unterwegs - und häufig sogar gegen diesen. 

Denn der wissenschaftliche Mainstream macht fast nie bahnbrechende Entdeckungen. 

Die Relativitätstheorie, die Quantentheorie, Maxwells Synthese der Elektrodynamik, um nur einige zu nennen, waren Produkte eines Denkens, das markant über das herrschende Narrativ hinausging. 

Genau das ist der Unterschied zwischen dem wissenschaftlichen Establishment und den Genies. 

2022/02/10

Lesestoff: The Parasitic Mind

Gad Saad, der Autor des vorliegenden Buches, hat sich einen Namen erworben als unerschrockener Kritiker des mittlerweile alles durchdringenden woken Gedöns. 

Politische Korrektheit war gestern. Wokeness ist heute. Und zwischen diesen beiden Zeitpunkten hat sich die Schraube des Irrsinns um eine Umdrehung (oder waren es mehrere?) weitergedreht. 

Wer eine kompakte Zusammenschau der gegenwärtigen Malaise sucht, deie das universitäre System jenseits und zunehmend auch diesseits des Atlantiks untergräbt, ist hier richtig. Die höchsten Bildungseinrichtungen sind schon längst nicht mehr auf der Jad nach intellektuellen Spitzenleistungen. Stattdessen hat sich das Schwergewicht auf die Durchsetzung irgendwelcher Quoten im Namen einer so genannten sozialen Gerechtigkeit verlagert. 

Aber nicht allein die Universitäten sind betroffen. Die Seuche breitet sich in andere Sphären der Gesellschaft aus, vergiftet das Zusammenleben der Menschen, sät Misstrauen und Zwietracht. 

Zwei Aspekte sind es besonders, die Gad Saad motivieren: der Einsatz für die Freiheit und die Suche nach (wissenschaftlicher) Wahrheit. Der Autor spricht daher auch gerne von der battle of ideas, die es auszufechten gilt und die der einzige Weg ist, um uns weiterzuentwickeln. Wo bestimmte Ideen jedoch nicht erwünscht oder gar verboten sind, kommt letztlich auch die Entwicklung zum Stillstand. 

Dringende Leseempfehlung. 


2022/02/04

Korrupte Universitäten - Ein Professor schmeißt hin

 Jordan Peterson gibt seine Professur an der Universität Toronto auf. 

Dazu eine kurze Bemerkung: 

Universitäten sind nach ihrem Jahrhunderte alten Selbstverständnis die Hüter intellektueller Spitzenleistungen, und zwar ungeachtet der Herkunft der Person. 

In jüngster Zeit wendet sich jedoch das Blatt, insbesondere in Nordamerika und zunehmend auch in Europa. Partikularinteressen spiele eine immer dominantere Rolle. Und so rückt zusehends die Herkunft der Akademiker in den Mittelpunkt, während die intellektuelle Qualität von geringerer Relevanz ist. 

Das ist der Tod der Universitäten. 

Eine deutschsprachige Version von Petersons Erklärung findet sich hier



2022/02/02

Der deutsche Strommix - Januar 2022

Es ist wieder Zeit, auf den vergangenen Monat zurückzublicken. 


Die Sonne war winterlich schwach, was ja nicht weiter verwunderlich ist. 

Der Wind blies einigermaßen lebhaft, bis auf zwei Durchhänger. 

Der beste Windtag war der 29. Januar, wo tatsächlich eins fast vollständige Versorgung mit Windstrom möglich war. 




Andererseits zeigte sich der 24. Januar von seiner windstillen Seite. Mit anderen Worten: hier klaffte eine gewaltige Versorgungslücke. 



Die Daten stammen wie immer von der Bundesnetzagentur.