2020/09/27

Einengung des Denkens - Die Macht der Denunzianten

Es ist in der Tat erstaunlich, wie sehr die öffentliche (oder besser: veröffentlichte) Meinung seit Anfang der Corona-Krise gesteuert wurde. Da stellten sich milliardenschwere Medienkonzerne in den Dienst der Regierenden, um sogenannte Fake-News zu bekämpfen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem noch so gut wie nichts über das Virus, seine Verbreitung und seine Gefährlichkeit bekannt war. Was sollte angesichts dieses versammelten Unwissens eigentlich eine Fake-News sein. 

Gewiss gab es Leute, die absoluten Blödsinn behaupteten, aber es gab eben auch gestandene Fachleute, die in ihrer Meinungsäußerung eingeschränkt wurden, bloß weil sie vom offiziellen Narrativ abwichen. 

Auch sachliche Erwägungen, die dem polit-medialen Mainstream entgegen liefen, wurden mehr und mehr an den Rand gedrängt - nicht zuletzt mit Hilfe von Denunzianten. 

Hierzu gibt es ein sehenswertes Video mit Tamara Wernli und Gunnar Kaiser

Ja, von Zeit zu Zeit haben Denunzianten Hochkonjunktur, und im Augenblick ist es wieder soweit. 

Die Denunziation ersetzt die Diskussion über Inhalte. Ein klares Anzeichen der Korruption. 

2020/09/24

Jetzt sind alle Studenten

Bis in die 1980er Jahre waren "Studenten" diejenigen, die ein Studium an einer Universität oder Hochschule absolvierten. Der Begriff war an das Durchlaufen einer akademischen Ausbildung geknüpft. 

Nach dem Ende meines Studiums Anfang der 1990er Jahre war ich unter anderem in der Erwachsenenbildung tätig. Schon damals fiel mir auf, dass der Terminus Student eine Erweiterung erfahren hatte. Inzwischen wurden nämlich auch Erwachsene, die an einer Umschulungsmaßnahme teilnahmen, als Studenten geführt. Und das obwohl weit und breit keine akademische Ausbildung in Sicht war. Eine Marotte, wie ich damals meinte. 

Inzwischen hat sich diese Marotte weiter ausgebreitet. Auch Gymnasiasten und mitunter sogar Grundschüler werden eifrig als Studenten (oder eben politisch korrekt als Studierende) bezeichnet. 

Einfache Schüler gibt es nicht mehr. Der Hauch des Exquisiten, des Strebens nach Höherem wird gleichverteilt auf alle, die das Bildungssystem durchlaufen. Das ist nur konsequent, denn es werden ja auch die Abiturientenquoten kontinuierlich nach oben getrieben - aus politischen Gründen. 

Wer meint, dadurch würde die Welt als Ganzes klüger, muss leider enttäuscht werden. Denn es zeigt sich, dass etliche Abiturienten gar nicht studierfähig sind. Dass sie also das Kriterium, ein Studium an einer Uni aufnehmen zu können, gar nicht erfüllen. Macht nichts, sie gehen trotzdem an die Uni, die dann eben spezielle Vorbereitungskurse anbieten muss, um die neuen Studenten studierfähig zu machen. Wer hierin einen Witz zu erkennen vermeint, darf lachen. Tatsächlich geht es aber um sehr ernste Dinge. In letzter Konsequenz um die Zukunft der universitären Ausbildung. 

Dass die Universitäten auch an anderen Wehwehchen leiden, kann man zum Beispiel hier sehen. Solange alle Beteiligten munter mitspielen, ist alles in Ordnung. Möchte man jedenfalls meinen. Doch das süße Gift der Korruption ist stets um die Ecke. Und was das für das akademische Bildungssystem bedeutet, möchte man sich lieber nicht ausmalen, auch wenn die Konsequenzen unausweichlich sein werden. 

Doch zurück zu den Studenten. Von der Grundschule bis an die Uni. Vielleicht wäre gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, den Begriff "Professor" etwas auszuweiten. Das wäre ein Tätigkeitsfeld für Influencer, Berater und ähnlich Gesinnte, und zwar für die nächsten Jahrzehnte. Und wer weiß, vielleicht wird ja die Grundschullehrerin in ein paar Jahren ihre Schüler mit Professor bzw. Professorin anreden. 

Damit wäre der Gleichheitsgedanke wieder einen Zahn weitergetrieben worden. Doch was kommt dann? Der Nobelpreis für alle? Sagten nicht schon hellsichtige Leute in den 1970ern, in jedem Kind stecke ein Nobelpreisträger? 

Na dann. 

2020/09/21

Die Dunkelflaute - jetzt auch auf Englisch

Es gibt ja gewisse Worte der deutschen Sprache, die haben es in den englischen Wortschatz geschafft. Beispiele: Bunker, Schnaps, Ersatz, Weltschmerz etc. 

Das jüngste Beispiel dieser Art von sprachlicher Migration ist das Wort Dunkelflaute. Es taucht inzwischen auch in englischen Fachpublikationen auf, wie ich einem Artikel auf BTO entnehme. 

Für Leser, die diesen Begriff noch nicht kennen (aber vielleicht schon bald kennenlernen werden), hier eine kurze Erklärung: Wenn Mitteleuropa in den dunklen Wintermonaten im festen Griff einer Hochdruckwetterlage ist, dann sieht es für die Energieversorgung aus regenerativen Quellen schlecht aus. Denn dann produzieren einerseits die PV-Anlagen jahreszeitlich bedingt am Minimum und andererseits herrscht eine großflächige Windstille, die auch vor Landesgrenzen nicht halt macht, was die Windräder lustlos herumstehen lässt. Fazit: Windstrom nahe Null trotz zehntausender Windräder. 

Ein Land, das in einer solchen Situation mit großen Kapazitäten (in GW) an Solarenergie und Windkraft gesegnet ist, wird dann sein Heil in der verbliebenen konventionellen Kraftwerken suchen müssen, soll die Energieversorgung einigermaßen aufrecht erhalten werden. Mit etwas Glück können Nachbarländer mit ihren Kern- und Kohlekraftwerken aushelfen, sofern sie diese noch besitzen. 

Gerade eben fuhr ich an etwa zwanzig Windkraftanlagen vorbei, bei denen sich nicht ein Rotorblatt bewegte. Zum Glück ist es ein sonniger Tag, sodass die Photovoltaik auf Hochtouren produziert. 

Irgendein Schlaumeier sagte einmal, dass Wind und Sonne keine Rechnung schicken. Stimmt. Der Wind war in den letzten Tagen hier so schwach, dass er nicht mal eine Briefmarke übers Land blasen könnte. 

Merkwürdig nur, dass Deutschland die höchsten Strompreise in der EU hat, obwohl doch die regenerativen Energien so günstig sind. Kann mir das jemand erklären? 

2020/09/19

Kernkraft ist nicht out

 Nur weil einige Fanatiker das so möchten. 

Viele Länder setzten weiterhin auf Nuklearstrom und bauen Kapazitäten auf. Sie dürfen sich über eine sichere Stromversorgung freuen. 

Mehr dazu in einem interessanten Beitrag von Manfred Haferburg

Am deutschen Wesen wird die Welt bestimmt nicht genesen. 

2020/09/16

Das Klima und seine Risiken

 Risiken sind Teil unseres Lebens. Und wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen. Für einfache Risiken (soll ich nachts durch diesen Park gehen, in dem es vor unlauteren Gestalten wimmelt?) haben wir ein intuitives Sensorium. Für komplexere Risiken (wo steht der DAX in fünf Jahren?) versagt dieses Sensorium. Dann sind wir auf ausgefeilte mathematische Modelle angewiesen. 

Nachdem aber komplexes Denken nicht jedermanns Sache ist, lassen sich Risiken der letzteren Art hervorragend von Rattenfängern bearbeiten. Beispiel: Diese fünf Aktien explodieren im Jahr 20xy. 

Einige Überlegungen zu Risiken hinsichtlich des Klimas finden sich auf Think Again. Daraus ein paar Highlights:

Ratlosigkeit gegenüber Risiken erzeugt ein Gefühl, dass als Angst bezeichnet wird. Das Schüren dieser Angst durch verzerrte Darstellung von Risiken ist probates Mittel der Politik. Atomausstieg oder Corona-Lockdown wären von der Bevölkerung nicht so willig hingenommen worden, hätten Staatsfunk und Presse nicht durch schreckliche Bilder und falsche Zahlen psychologische Vorarbeit geleistet.

Ja, so funktioniert das Geschäft mit der Angst. Ein Thema, das bereits in meiner Gymnasialzeit eine gewisse Rolle spielte, als Aufsatzthema. Damals war ich noch naiv genug zu glauben, die meisten Menschen wären klug genug, nicht auf solche Tricks hereinzufallen. Man lernt eben nie aus. 

Und was den Klimawandel betrifft, wären schnelle Maßnahmen dringend nötig, sofern man dem gängigen Narrativ anhängt. 

Die Erwärmung wird bei uns dazu führen, dass bislang unbekannte Insekten und Reptilien heimisch werden. Warum also hat man nicht längst dafür gesorgt, dass Babybetten Moskitonetze haben, um die Kleinen vor Malaria zu schützen? Warum hat man Bauernhöfe im Allgäu nicht längst gegen Hyänen und Krokodile abgesichert, die dorthin aus ihrer afrikanischen Heimat einwandern? Wann endlich wird Lübeck evakuiert, bevor es ganz im Meer versinkt? Und wo sind die Haifischnetze vor Sylt, um unsere Urlauber zu schützen?

Welche dieser Maßnahmen wurden schon in Angriff genommen? Schließlich geht es darum, unser Überleben zu retten. 

Eine der erstaunlichsten Tatsachen ist für mich das Überleben der Spezies Mensch in der letzten Eiszeit. Wie haben diese Leute es geschafft, den harten Bedingungen zu trotzen trotz der primitiven technischen Mittel, die ihnen zur Verfügung standen? 



2020/09/02

Der deutsche Strommix - August 2020

 Wie sah es im August 2020 aus? 


Der Wind den ganzen Monat über sehr schwachbrüstig mit einem kurzen Aufbäumen in der letzten Woche. Die meiste Zeit über waren die Regenerativen weit davon entfernt, den Strombedarf decken zu können. 

Beachtlich, wie wenig Strom 30000 Windkraftanlagen produzieren können, ganz einfach, weil nichts da ist, um die Rotoren zu drehen. Das wird sich auch bei kürzeren Abständen zu Wohngebieten nicht ändern. Versprochen.