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2021/05/05

Der deutsche Strommix - April 2021

 Der vergangene April war bekanntlich recht kühl, dem Vernehmen nach der kälteste April seit 40 Jahren. 

Wie sah es an der Stromfront aus? Wie immer entnehmen wir die Daten der Bundesnetzagentur


Der Monatsanfang war sehr windreich, aber zur Monatsmitte hin gab es einen Durchhänger, der Rest war durchwachsen. Nur punktuell konnten die Regenerativen die Strombedürfnisse befriedigen. 

Sehen wir uns zwei beispielhafte Tage an. 

Zunächst den 5. April 2021. 


Hier gab es tagsüber zeitweilig sogar ein Überangebot an regenerativem Strom, vor allem dank Photovoltaik. 

Ganz anders die Situation am 18. April 2021. 


Während an der Windfront Flaute herrschte, klaffte eine gewaltige Versorgungslücke, die nur durch die Sonne etwas abgemildert wurde. 

Das wäre dann wohl der Fall für die sogenannte angebotsorientierte Stromversorgung. Wenn die regenerativen Quellen nicht soviel erzeugen wie gebraucht wird, dann werden in Zukunft Verbraucher vom Netz genommen. So zumindest die feuchten Träume grüner Ideologen. 

Was macht man dann eigentlich, wenn man sein Haus mit einer Wärmepumpe heizen muss? Oder wie bekommt man sein Warmwasser in so einer Lage? 

Es wird mit Sicherheit spannend. 

 



2021/03/24

Anatomie eines Blackout

Eine lesenswerte Analyse eines Blackouts findet sich bei Hans Hofmann-Reinecke, der schon oft auf diesem Blog verlinkt wurde. 

Anatomie eines Blackouts



2021/02/21

Blackout in Texas

 Wer etwas mehr über den Blackout in Texas wissen möchte, dem sei dieses Video empfohlen: 


Inzwischen wird die Blackout-Gefahr auch von offizieller Seite anerkannt. Allerdings werden die wahren Hintergründe, also die Schwankung der Stromerzeugung durch Wind und Sonne, etwas unter die Decke gekehrt. Kein Wunder, denn das Märchen der Energiewende muss schließlich aufrechterhalten werden. 




2020/12/04

Auch Wärmepumpen brauchen Strom

Vor allem im Winter, wenn es kalt ist und man es in der Wohnung warm haben will. Ein Beitrag auf Think beyond the obvious - BTO widmet sich diesem Thema. 

Als wir noch in Luxemburg wohnten, hatten wir eine Wärmepumpe. Das Haus wurde 2016 fertiggestellt, war also wärmetechnisch auf dem modernsten Stand und besaß außerdem ein Solarpanel zur Warmwasserbereitung. 

Hier die Verbrauchswerte aus jenen Jahren: 


Von November bis Februar lagen die Verbrauchswerte fast immer über 1000 kWh pro Monat. Klar erkennbar auch die Übergangszeiten. In einem früheren Posting habe ich diese Werte etwas genauer analysiert

Ohne repräsentativ zu sein, gibt die Graphik eine solide Vorstellung davon, was der Einsatz von Wärmepumpen in der Praxis bedeutet. Vor allem ist zu bedenken, dass der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe mit fallender Außentemperatur abfällt. Man stößt hier wieder auf ein altes heiztechnisches Dilemma: Nämlich dann, wenn der Bedarf an Wärme groß ist (also bei niedrigen Außentemperaturen) ist die Effizienz einer Wärmepumpe gering, während sie bei höheren Außentemperaturen einen deutlich größeren Wirkungsgrad aufweist. 

Je mehr der Einsatz von Wärmepumpen voranschreitet, umso mehr Strom wird verbraucht, vor allem natürlich in der kalten Jahreszeit. Man wird also mehr Stromerzeugungskapazitäten benötigen, um den Energiebedarf abzudecken. 

Sind regenerative Stromquellen, also in erster Linie Photovoltaik (PV) und Windstrom, dafür ausreichend? Im Winter sieht es mit der PV naturgemäß recht trüb aus, während der Wind ein unsicherer Geselle ist und bei bestimmten Witterungsverhältnissen auch im Winter oft längere Durststrecken einlegt. Das sollte aus meinen Schaubildern über den deutschen Strommix hinreichend bekannt sein. 

Fazit: Wärmepumpen sind im Prinzip eine feine Sache. Man muss weder Heizöl, noch Holz oder Kohle einlagern, um über den Winter zu kommen. Und man ist auch nicht von den Unwägbarkeiten der Gasversorgung abhängig. Aber dafür gibt es andere Unsicherheiten, vor allem, wenn daran gedacht ist, Millionen von Haushalten allein mit regenerativen Stromquellen zu versorgen. Und natürlich, im Fall eines Blackouts hat man weder eine warme Wohnung noch warmes Wasser. 


2020/12/02

Das Risiko eines Blackouts

 Auf Daniel Stelters Blog geht es diesmal um das Risiko eines Blackouts und die Vorbereitungen, die man dafür treffen sollte. Die grüne Energiepolitik führt eben unweigerlich ins Desaster. 

Die Frage ist nicht, ob, sondern wann es die ersten größeren Zusammenbrüche des Stromnetzes geben wird. Man sollte sich also auf dieses Szenario vorbereiten. 

Im Nachgang wird dann die einschlägige Politik dem verdutzten Publikum ein paar Ausreden auftischen (russische Hacker oder Ähnliches), um von der eigenen Verantwortung abzulenken. Ob die Menschen das glauben werden? 

2020/11/13

Wie die Medien den Blackout verniedlichen

Wie eine verharmlosende Beschreibung eines großflächigen und langdauernden Blackouts aussehen kann, beschreibt der Energie-Experte Manfred Haferburg sehr eindringlich

Klar sind Stromausfälle im Augenblick noch relativ selten und zumeist räumlich begrenzt. Doch mit dem zunehmenden Gewicht der regenerativen Energiequellen und dem Zurückfahren der Back-up-Kapazitäten nimmt die Wahrscheinlichkeit eines größeren Blackouts zu. 

Man sehe sich nur Schwankungen der sogenannten Erneuerbaren genauer an (etwa hier und hier), und man sieht, dass da gewaltige Fallstricke lauern. 

Aber wahrscheinlich handelt es sich bei den Darstellungen der Medien ohnehin nur um eine Pflichtübung nach dem Motto: Wir haben darüber berichtet. Nur damit sich hinterher keiner beklagt, man hätte nie davon gehört. 

2020/10/17

Grüne Lügen

Eine kleine Auflistung von Falschinformationen zum Thema Kernkraft bringt der Statistiker Walter Krämer auf der Achse

Es ist in der Tat bemerkenswert, dass ein Hochtechnologiestandort wie Deutschland sich ohne Not aus der Nutzung der Kernkraft verabschiedet, während etliche andere Länder neue Kraftwerke in Betrieb setzen, bauen oder planen. 

Ideologie schlängt Realität - aber nur für eine gewisse Zeit. Letztlich setzt sich die Realität immer durch. Man kann nicht dauernd im falschen Leben bleiben. 

Denn es ist klar, dass der Ausstieg aus zuverlässigen Kraftwerken und deren Ersatz durch unzuverlässige Quellen ohne entsprechende Speicherkapazitäten zu Konsequenzen führen muss. Ökonomische Konsequenzen, die in der weiteren Folge zu einem Absinken des Lebensstandards und zu gesellschaftlichen Verwerfungen führen werden. 

Energie ist der Lebenssaft unserer Gesellschaft. Wenn dieser Saft nicht mehr ausreichend vorhanden ist, wird das Leben etwas ungemütlicher werden. Und dieser Zustand wird deutlich schneller eintreten als der Mumpitz der sicheren Endlagerung von einer Million Jahre suggerieren möchte. 

2020/05/02

Der deutsche Strommix - April 2020

Diesmal steht der monatliche Stromrückblick ganz im Zeichen der Coronakrise, die das Wirtschaftsleben in großen Teilen lahmgelegt hat.

Es bietet sich die (einmalige?) Gelegenheit zwei Zeiträume mit sehr unterschiedlicher wirtschaftlicher Aktivität miteinander zu vergleichen. Das soll hiermit geschehen.

Die Daten und Bilder stammen wie immer von der Bundesnetzagentur.

Zunächst also der April 2019 in der graphischen Darstellung:


Sehr schön zu erkennen die normalen Wochenenden sowie die Osterfeiertage. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Stunde lag bei 54527 MWh. Im ganzen Monat wurden insgesamt 39,3 TWh an elektrischer Energie verbraucht.

Vergleichen wir das nun mit dem April 2020. Bereits im Schaubild wird klar, dass die Verbrauchswerte (rote Linie) etwas geringer ausgefallen sind als im Vorjahr.


Der Rückgang zu Ostern war etwas weniger ausgeprägt als 2019, was wohl daran lag, dass (fast alle) Menschen im Land geblieben sind und viele die Osterfeiertage nicht im Ausland verbracht haben.

Der mittlere stündliche Stromverbrauch betrug nur noch 50002 MWh, und während des gesamten Monats wurden 36001 TWh an die Verbraucher geliefert.

Der Lockdown hat also im April 2020 zu einem Minderverbrauch von rund 8,3% gegenüber dem Vorjahr geführt.

Ob der Computer im Büro steht oder im Home Office ist letztlich nicht so entscheidend, abgesehen von der Produktivität, die - wie man hört - etwas geringer ist als am "richtigen" Arbeitsplatz. Die Stromrechnung geht in diesem Fall dann auf den Arbeitnehmer anstatt auf den Arbeitgeber. Generell verbringen die Menschen in so einer Lage mehr Zeit zu Hause, was den heimischen Stromverbrauch etwas nach oben treibt.

Der tatsächliche Grund für den Rückgang der Verbrauchswerte ist wohl hauptsächlich auf die geschlossenen Geschäfte und Gaststätten zurückzuführen.

Es sollte nach diesen Erfahrungen klar sein, dass unsere Abhängigkeit von elektrischer Energie auch durch einen Lockdown nicht wirklich geringer wird. Die Verbrauchsprofile verlagern sich von "außen" (Büro) nach Hause. Die Netze hingegen sind unverändert einer hohen Belastung ausgesetzt. Das Risiko eines Blackouts ist immer noch sehr hoch, zumal die Schwankungen der regenerativen Energiequellen unabhängig von politischen Entscheidungen sind.





2019/01/16

Ein Beinahe-Blackout in Frankreich

Am 10. Januar gegen 21 Uhr schrammte Frankreich an einem Stromblackout vorbei. Der Grund: mangelnde Stromimporte aus Deutschland und Belgien. Dadurch kam es zu einem Versorgungsengpass im französischen Stromnetz. Einige Großverbraucher (mit mehr als 1500 MW) mussten sofort vom Netz genommen werden, um größere Ausfälle zu vermeiden.

Zwar bemüht sich der Bericht von france inter, explizite Vorwürfe gegen Deutschland und Belgien zu vermeiden, indem pflichtschuldig davon gesprochen wird, dass das europäische Stromnetz sehr eng miteinander verwoben ist. Andererseits wird aber darauf hingewiesen, dass zum fraglichen Zeitpunkt Strom aus diesen beiden Nachbarländern importiert wurde.

Auf einer deutschen Webseite ist zu sehen, dass an jenem Tag die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen (vor allem Wind und Solar) extrem gering war. Zur fraglichen Zeit lieferten die deutschen Windturbinen nur gut 4 GW während die Photovoltaik naturgemäß pausierte.

Wie in einem früheren Beitrag besprochen, sind großflächige Windflauten in Europa gar nicht so ungewöhnlich, sodass der Hinweis auf das eng verflochtene europäische Stromnetz in dieser Hinsicht ins Leere läuft. Denn, so ist zu vermuten, auch andere Länder wie UK, die Schweiz oder Spanien hatten nicht die entsprechenden Stromüberschüsse, um den Mangel in Frankreich auszugleichen.

Spannende Zeiten.