Showing posts with label Energieversorgung. Show all posts
Showing posts with label Energieversorgung. Show all posts

2023/09/17

Reicht das Gas für den Winter?

 Outdoor Chiemgau bringt in einem neuen Video hochinteressante Informationen zur Gasversorgung im kommenden Winter. Mehrere Faktoren kommen hier ins Spiel: unter anderem Pipelinekapazitäten und vor allem die Frage, wie kalt es im Winter sein wird. 





2020/10/27

Die physikalischen Grenzen der Energiewende

Ja, kaum zu glauben: Es gibt physikalische Grenzen, auch für die Energiewende. 

Eine eingehende Beschreibung dieser Grenzen findet man auf Daniel Stelters Blog BTO

Auch ein noch so festes Glauben an regenerative Energien bringt diese nicht in den Stand, ein Industrieland wie Deutschland mit ausreichend Energie zu versorgen, um den bestehenden Lebensstandard zu erhalten. 

Die Frage ist also, wie weit geht es bergab. Und was werden die wirtschaftlichen und sozialen Kosten dieses Abstiegs sein. Daniel Stelter ging auf diese Fragen in mehreren Artikeln ein. Sehr lesenswert. 



2020/10/17

Grüne Lügen

Eine kleine Auflistung von Falschinformationen zum Thema Kernkraft bringt der Statistiker Walter Krämer auf der Achse

Es ist in der Tat bemerkenswert, dass ein Hochtechnologiestandort wie Deutschland sich ohne Not aus der Nutzung der Kernkraft verabschiedet, während etliche andere Länder neue Kraftwerke in Betrieb setzen, bauen oder planen. 

Ideologie schlängt Realität - aber nur für eine gewisse Zeit. Letztlich setzt sich die Realität immer durch. Man kann nicht dauernd im falschen Leben bleiben. 

Denn es ist klar, dass der Ausstieg aus zuverlässigen Kraftwerken und deren Ersatz durch unzuverlässige Quellen ohne entsprechende Speicherkapazitäten zu Konsequenzen führen muss. Ökonomische Konsequenzen, die in der weiteren Folge zu einem Absinken des Lebensstandards und zu gesellschaftlichen Verwerfungen führen werden. 

Energie ist der Lebenssaft unserer Gesellschaft. Wenn dieser Saft nicht mehr ausreichend vorhanden ist, wird das Leben etwas ungemütlicher werden. Und dieser Zustand wird deutlich schneller eintreten als der Mumpitz der sicheren Endlagerung von einer Million Jahre suggerieren möchte. 

2020/03/11

Netzfund: Die Stromversorgung ist gefährdet

Nicht nur Deutschland wandelt auf dem Traumpfad der Energiewende. Auch die Schweiz hat Ähnliches vor: Bis 2050 will das Land aus der Kernenergie aussteigen und auf sogenannte erneuerbare Energieträger umstellen.

Was das für die Energieversorgung des Landes bedeutet, kann man in einem Artikel in der Finanz und Wirtschaft nachlesen.

Hieraus einige Kostproben:
In der Tat durften die über hundert Projekte gemäss Auftrag nicht etwa die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit der Energiestrategie 2050 (ES 2050) ergebnisoffen untersuchen, sondern hatten vor allem nach Mitteln und Wegen zur Förderung der Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den Massnahmen dieser Strategie zu suchen. Dies kommt einem doppelten Missbrauch sowohl der Wissenschaft als auch der Demokratie gleich.
Da soll also mit der Reputation der Wissenschaft die öffentliche Meinung ein wenig manipuliert, pardon: gesteuert werden. Ja natürlich, es gibt Wissenschaftler, und gar nicht mal so wenige, die sich für so etwas hergeben.
Selbst das fundamentale Problem, dass ein weiterer Ausbau intermittierender NEE-Kapazitäten (neue erneuerbare Energieträger, MJ) zwar die Produktionsamplituden erhöht, die Produktionslücken jedoch weitgehend unverändert lässt, findet keinerlei Beachtung. Dabei ist dies von entscheidender Bedeutung für die Auslegung von Speicherkapazitäten und die Sicherung der Netzstabilität.
Das leidige Speicherproblem, bekannt seit den Urzeiten der regenerativen Stromerzeugung. Es wächst mit der Menge an regenerativem Strom, die produziert wird. 
Aus Effizienzgründen müssten zum Ausgleich saisonale Hydrospeicher eingesetzt werden – Pumpspeicher, von denen es in der nötigen Ausprägung und Grösse in der Schweiz heute noch keine gibt und auf absehbare Zeit auch nicht geben wird.
Die Speicher gibt´s jedoch nicht umsonst, weder aus finanzieller noch aus energetischer Sicht. Denn die Speicherung elektrischer Energie verursacht Verluste, die kompensiert werden müssen. Mit anderen Worten: Man muss mehr Energie hineinstecken, als man heraus bekommt.
Im Fall von Hydrospeicherung (effizienteste Speichermethode) wären rund 22% an zusätzlicher Leistung zu installieren; würde man auf «Power to Gas to Power» setzen – was in der Politik auf viel Sympathie stösst –, so wären nicht weniger als 75% Zusatzleistung erforderlich.
Ja, und zur Frage der Kosten: Man erinnert sich noch an die berühmte Kugel Eis, die für die deutsche Energiewende veranschlagt wurden und was inzwischen daraus wurde. In der Schweiz läuft ein ähnliches Spiel (oder soll man eher Betrug sagen?):
Die Bevölkerung wurde völlig falsch informiert, wie hoch die Kosten der offenbar zu wenig seriös reflektierten Energiestrategie 2050 sein werden: 40 Fr. pro Haushalt und Jahr war die magische Zahl, die im Vorfeld der Abstimmung von der damals zuständigen Bundesrätin Doris Leuthard verbreitet wurde. Wir haben versucht, mit den genannten Annahmen die effektiven Kosten (inkl. der zwingend notwendigen zusätzlichen Systemkosten) nachzurechnen, und kommen auf etwa den fünfzigfachen Wert.
Da werden also die Leute im Dienst der guten Sache hinter die Fichte geführt. Wie sich die Methoden gleichen.

Aber auch die dadurch verursachten Probleme gleichen sich und werden in nicht allzu ferner Zukunft für alle spürbar werden.





2019/07/01

Der deutsche Strommix - Juni 2019

Der deutsche Strommix sah im Juni wie folgt aus:


Der Wind war mehrere Tage lang recht schwach unterwegs, nur vereinzelt konnte er mit der Solarstromproduktion mithalten. Das Schwergewicht der regenerativen Energien lag eindeutig bei der Photovoltaik.

Und hier das gleiche Bild ohne konventionelle Energieträger (also fossile und Kernenergie):


Quelle: wie üblich hier.




2019/05/24

Auf dem Weg zur Klimaneutralität?

So lautet (bis auf das Fragezeichen, das stammt von mir) der Titel eines Beitrags auf Daniel Stelters Blog Think beyond the obvious.

Darin wird das Thema unter wirtschaftlichen und sehr optimistischen Gesichtspunkten betrachtet. Die Klimaproblematik geht den Leuten ganz offensichtlich unter die Haut. Und so gibt es eine ganze Reihe von Kommentaren, die den Beitrag ergänzen oder kritisch beleuchten.

Stellvertretend sei hier einer der (aus meiner Sicht) besten Kommentare (von einem User namens Bauer) zitiert:
bto ist ein Wirtschafts- und Finanzblog, das ich schätze. Allerdings bemerke ich hier, dass sich die physikalischen Kenntnisse der Teilnehmer nicht durchwegs auf demselben hohen Niveau bewegen. Darum zunächst einige Blicke zur Physik.

1- 7.5 Milliarden Menschen, die auf hohem Standard leben, oder alle Anstrengungen unternehmen, diesen baldmöglich zu erreichen, lassen die Erde nicht unverändert. Allerdings wird die Erde und ihre Bevölkerung nicht den Hitzetod sterben oder ersaufen, denn es wird die allseits befürchtete Erwärmung nicht geben, auch nicht menschlich verursacht. Das geben die physikalischen Gesetze nicht her. Die ganze hektische Klimadebatte beruht auf nachlässig interpretierten Forschungen und Veröffentlichungen aus dem 19. Jhdt. Inzwischen kennen wir den 2. themodynamischen Satz, der dies widerlegt. Ein irdischer Glashauseffekt käme einem perpetuum mobile gleich, was bekanntlich unmöglich ist.
Natürlich ist es angebracht, die natürlichen Resourcen unserer Erde – Energie gehört auch dazu, obwohl sie ausschliesslich von der Sonne kommt – überlegt und ökonomisch zu nutzen, aber CO2 und Stickoxyde gehören eindeutig nicht dazu und die überzogene Beschäftigung mit diesen Gasen bringt nichts ausser Kosten. Über die Motive der Klimaapostel möchte ich mich hier nicht auslassen, es würde zu peinlich.

2- Man darf bei allen Überlegungen zum Energieverbrauch die Gesetze der Entropie nicht ausser Acht lassen. Diese ist übrigens auch die Grundlage des 2. thermodynamischen Grundsatzes. Unsere Zivilisation kann ohne hochwertige Energie, also Hochtemperaturenergie, mit entsprechend niederer Entropie nicht bestehen. Nur die Kernkraft und die fossilen Kraftwerke liefern diese Primärenergie. Alle ökologisch „sauberen“ sekundären Energiequellen liefern nur Energie hoher Entropie. Diese kann man natürlich raffinieren, also auf eine Stufe niedrigerer Entropie heben, aber der Wirkungsgrad ist dabei mehr als bescheiden. Hinzu kommt, dass in der allgemeinen Diskussion bei fossiler Energie immer nur an den Verkehr auf Schiene, Strasse, Wasser und in der Luft gedacht wird, sowie die Stromerzeugung, und nicht an die benötigte Prozesswärme in der Industrie, vorzugsweise der chemischen. Dort wird jedoch der überwiegende Teil verbraten.

3- Das EEG hat uns noch keine Verbesserung der Lage gebracht, da die Versorgungssiccherheit fehlt. Im Gegenteil, der Kohleverbrauch ist gestiegen und wird erst recht steigen, sobald die Kernkraft wegfällt. Will da jemand die Kohle- und Gaskraftwerke abschalten? Wir leisten uns dagegen den Luxus eine zweifache Stromversorgung aufzubauen, neben der bestehenden, konventionellen noch die Windkraft plus Photovoltaik plus Verteilungsnetz. Erstere muss voll einsatzfähig vorgehalten werden für den häufigen Fall, dass weder die Sonne scheint noch der Wind wehen will. Wenn zufällig beides funktioniert, schenken wir den überschüssigen Strom unseren Nachbarn und bringen damit deren Versorgungsnetz aus dem Tritt. Das wird so nicht mehr lange hingenommen werden. Was dann?

4- @troodon: „… 83% of the total electricity storage output by 2050.” Das glauben Sie doch selber nicht, oder doch? Noch fahren nur einige E-Autos (gemessen an der Gesamtzahl) und schon hat sich der Preis für Lithium verdreifacht. Jetzt sollen auch noch Lkw und Schiffe elektrisch fahren und über E-Flugzeuge wird auch schon laut nachgedacht. Und falls die Entwicklung so weitergetrieben wird wie bisher, wird man demnächst an die Pufferung des Ökostroms an der Quelle denken müssen, was den Bedarf an Batterien womöglich verdoppelt.
Lithium ist zwar mehr als reichlich auf/in der Erde vorhanden, aber eben in nicht abbaubarer Dispersion fast überall. Die wenigen Lithium-Minen können schon heute den Bedatf kaum mehr decken, zudem liegen sie exotisch weitab oder in politisch schwierigen Ländern. Der bisherige Preisanstieg lässt da schlimmes ahnen. Gleichwertiger Ersatz ist bislang trotz vieler Bemühungen nicht in Sicht. Gut möglich, dass der nächste Weltkrieg nicht mehr wegen Öl, sondern wegen Lithium ausbricht.

5- Und zu guter letzt noch etwas zur wirtschaftlichen Seite: Man kann einen Technologieschwenk nicht erzwingen, zumal wenn es sich um so schwergewichtige Wirtschaftszweige handelt wie Elektrizitätsversorgung oder Kfz-Industrie. Solche Quantensprünge müssen sich spontan entwickeln am Bedarf, bzw. dem wirtschaftlichen Vorteil. Beispiel: In der zweiten Hälfte des 19. Jhdts wurden praktisch alle Eisenbahnlinien in Europa und Nordamerika gebaut, überwiegend in privater Initiative, weil die Nachfrage vorhanden war. Selbiges vollzog sich mit der Elektrifizierung zwischen 1890 und 1930. Natürlich ging das nicht ohne die unvermeidlichen Brüche, Fehlinvestitionen oder Bankrotte ab, aber das war sozialverträglicher und billiger als z.B. ein EEG, da es die Akteure traf und nicht die Kunden, bzw. Verbraucher. Ausserdem gab es keine kapitalintensiven Vorläufer, die verdrängt werden mussten.
Ein Technologiewechsel kann nicht schneller erfolgen, als es die Restnutzungsdauer der abzulösenden Strukturen, bzw, deren Abschschreibungsfristen vorgeben. Alles andere ist mutwillige Verschleuderung von Volksvermögen.

6- Hier eine qualifizierte Quelle zu Punkt 1 + 2:
Gerhard Gehrlich und Ralph D. Tscheuschner: Falsification of the Atmospheric CO2 Greenhouse Effects within the Frame of Physics, Braunschweig/Hamburg 2009
(download aus dem Internet, mit weiteren 205 Literaturnachweisen zum Thema)

Man sieht: das Thema hat eben nicht nur eine moralische und wirtschaftliche Komponente, sondern auch eine physikalische. Es lohnt sich darüber nachzudenken.

Lesenswert!



2019/03/21

Wenn Österreich einspringt

...um das deutsche Stromnetz zu stabilisieren, dann liest sich das beispielsweise so:

Die Instabilität des deutschen Stromnetzes fordert die Linz AG. Weil der unregelmäßig erzeugte Windstrom aus Norddeutschland wegen mangelnder Leitungskapazitäten nur schwer zu den großen Abnehmern der Industrie im Süden transportiert werden kann, müssen südliche Stromerzeuger immer kurzfristiger "dagegenhalten".
Die Linz AG musste im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017/18 an exakt 100 Tagen einspringen und die Gasturbinen anwerfen, um die Netzstabilität in Europa aufrechtzuerhalten. Das waren 18 Tage mehr als im Jahr davor. "Ohne unsere flexiblen Gaskraftwerke wären die Netze nicht aufrechtzuerhalten gewesen", sagte Vorstandsdirektor Wolfgang Dopf gestern bei der Präsentation der Bilanz.

Mehr dazu hier.


2019/01/16

Ein Beinahe-Blackout in Frankreich

Am 10. Januar gegen 21 Uhr schrammte Frankreich an einem Stromblackout vorbei. Der Grund: mangelnde Stromimporte aus Deutschland und Belgien. Dadurch kam es zu einem Versorgungsengpass im französischen Stromnetz. Einige Großverbraucher (mit mehr als 1500 MW) mussten sofort vom Netz genommen werden, um größere Ausfälle zu vermeiden.

Zwar bemüht sich der Bericht von france inter, explizite Vorwürfe gegen Deutschland und Belgien zu vermeiden, indem pflichtschuldig davon gesprochen wird, dass das europäische Stromnetz sehr eng miteinander verwoben ist. Andererseits wird aber darauf hingewiesen, dass zum fraglichen Zeitpunkt Strom aus diesen beiden Nachbarländern importiert wurde.

Auf einer deutschen Webseite ist zu sehen, dass an jenem Tag die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen (vor allem Wind und Solar) extrem gering war. Zur fraglichen Zeit lieferten die deutschen Windturbinen nur gut 4 GW während die Photovoltaik naturgemäß pausierte.

Wie in einem früheren Beitrag besprochen, sind großflächige Windflauten in Europa gar nicht so ungewöhnlich, sodass der Hinweis auf das eng verflochtene europäische Stromnetz in dieser Hinsicht ins Leere läuft. Denn, so ist zu vermuten, auch andere Länder wie UK, die Schweiz oder Spanien hatten nicht die entsprechenden Stromüberschüsse, um den Mangel in Frankreich auszugleichen.

Spannende Zeiten.


2018/11/05

Droht Belgien der Blackout?

In seinem jüngsten Nachrichtenüberblick verweist Euan Mearns auf einen Artikel im Guardian, der sich mit der Energiesituation in Belgien befasst. Demnach droht in diesem Jahr ein Blackout. Während Belgiens Nuklearkapazitäten fast zur Gänze darnieder liegen, können die sogenannten Erneuerbaren die dadurch verursachten Produktionsausfälle nicht wettmachen.

Eigentlich sollte die Energieversorgung einer modernen Volkswirtschaft eine politische Toppriorität sein. Dem ist offensichtlich nicht so. Während die Politik ihren Rücken nicht schnell genug krumm machen kann, wenn es um die Einhaltung politischer Korrektheit geht, scheint ein potentieller Blackout nur von untergeordneter Priorität zu sein.
An emergency “load shedding” plan has been updated, under which motorway lights will be switched off, industrial production suspended and rolling three-hour blackouts launched in homes nationwide should temperatures drop in the coming months and demand outstrip the now limited electricity supply. 
Erbärmlich.

2018/07/21

42 Bäume

In seiner aktuellen Blowout Week verweist Euan Mearns auf einen Medienartikel über Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Apulien. Der Grund: 42 alte Olivenbäume müssten zugunsten der Trans Adriatic Pipeline zeitweilig umgepflanzt werden. Nach Abschluss der Arbeiten für die Pipeline sollen die Bäume wieder an ihren Originalstandort rückgepflanzt werden.  Insgesamt bis zu 10.000 Bäume sollen im Rahmen dieses Projekts eine derartige Behandlung erfahren.

Merkwürdig: In Deutschland wurden für den Ausbau von Windkraftanlagen mindestens ebenso viele Bäume gefällt (nicht temporär umgepflanzt!) und bestehende Wälder mit hässlichen Narben übersät. Von gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei ist dabei nichts bekannt geworden. Woran das wohl liegen mag?