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2023/08/14

Einige Anmerkungen zur Klimafrage

Wenn Sie schon immer einen etwas anderen Blickwinkel auf die aktuelle Klimadiskussion (beinahe hätte ich -hysterie gesagt), werfen Sie doch einmal einen Blick auf hierauf:

The Rise and Rhetoric Of The Climate Chicken Littles

Hier werden aus naturwissenschaftlicher Perspektive ein paar Fragen unter die Lupe genommen, die im Medienrauschen gar nicht erst vorkommen. 

Allemal bedenkenswert. 

Bemerkenswert auch der Schlusssatz: I do not claim to have the answers but I certainly am not afraid to ask the questions.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber was ist in diesen Zeiten schon selbstverständlich?



2023/05/23

Klima-Journalismus

Wussten Sie, dass es für Journalisten karriereschädigend sein kann, wenn man mit den "falschen" Wissenschaftlern spricht? 

Mehr dazu hier von Roger Pielke jr. 

Man nennet das dann wohl Kontaktschuld. Früher lief sowas unter Sippenhaft. 

2023/01/09

Klimadaten und Medienhype

 Dass die Medien Klimadaten nicht objektiv darstellen, ist evident. 

Ein Beispiel dafür gibt es hier

2021/07/14

Klimarettung - Wie dumm kann Politik sein?

Ein schönes Beispiel dafür, wie dumm Politik agiert, insbesondere wenn es um Dinge wie die Klimarettung geht, liefert ein lesenswerter Beitrag von Andreas Unterberger

Kurz zusammengefasst: Österreich verpflichtete sich zu Klimazielen, die eigentlich von vornherein nicht zu erreichen waren und sieht sich in der Folge mit hohen Strafzahlungen konfrontiert. 

Man fragt sich: Wie kann das sein? Gibt es in den Ministerien keine Fachleute, die rechnen können? 

Doch, die gibt es. 

Aber: man hört nicht auf sie. 

Denn für die Politik ist nicht wichtig, was die Realität sagt, sondern das, was die Medien sagen. 

Und: Sie wollen immer als Retter gesehen werden. 

Na dann. 

2021/07/11

Erderwärmung und CO2

Hier ein paar interessante Überlegungen eines Physikers über den Zusammenhang von Erderwärmung und Kohlendioxid

Sehr fundiert dargestellt und lesenswert.

2020/11/08

Die 100-Tonnen Stubenfliege

Ein schönes Gleichnis über die Hybris von Politik, (Klima) Moralismus und technischer Ahnungslosigkeit bietet Hans Hofmann-Reinecke auf seinem Blog. Dort geht es um die Entwicklung eines Batterie getriebenen Lufttaxis, das von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Dennoch wurden Millionen in diese Luftnummer gebuttert, schließlich war es wieder einmal eine Gelegenheit, sich moralisierend in Pose zu werden. Welcher Politiker lässt sich das schon entgehen? 

2020/09/16

Das Klima und seine Risiken

 Risiken sind Teil unseres Lebens. Und wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen. Für einfache Risiken (soll ich nachts durch diesen Park gehen, in dem es vor unlauteren Gestalten wimmelt?) haben wir ein intuitives Sensorium. Für komplexere Risiken (wo steht der DAX in fünf Jahren?) versagt dieses Sensorium. Dann sind wir auf ausgefeilte mathematische Modelle angewiesen. 

Nachdem aber komplexes Denken nicht jedermanns Sache ist, lassen sich Risiken der letzteren Art hervorragend von Rattenfängern bearbeiten. Beispiel: Diese fünf Aktien explodieren im Jahr 20xy. 

Einige Überlegungen zu Risiken hinsichtlich des Klimas finden sich auf Think Again. Daraus ein paar Highlights:

Ratlosigkeit gegenüber Risiken erzeugt ein Gefühl, dass als Angst bezeichnet wird. Das Schüren dieser Angst durch verzerrte Darstellung von Risiken ist probates Mittel der Politik. Atomausstieg oder Corona-Lockdown wären von der Bevölkerung nicht so willig hingenommen worden, hätten Staatsfunk und Presse nicht durch schreckliche Bilder und falsche Zahlen psychologische Vorarbeit geleistet.

Ja, so funktioniert das Geschäft mit der Angst. Ein Thema, das bereits in meiner Gymnasialzeit eine gewisse Rolle spielte, als Aufsatzthema. Damals war ich noch naiv genug zu glauben, die meisten Menschen wären klug genug, nicht auf solche Tricks hereinzufallen. Man lernt eben nie aus. 

Und was den Klimawandel betrifft, wären schnelle Maßnahmen dringend nötig, sofern man dem gängigen Narrativ anhängt. 

Die Erwärmung wird bei uns dazu führen, dass bislang unbekannte Insekten und Reptilien heimisch werden. Warum also hat man nicht längst dafür gesorgt, dass Babybetten Moskitonetze haben, um die Kleinen vor Malaria zu schützen? Warum hat man Bauernhöfe im Allgäu nicht längst gegen Hyänen und Krokodile abgesichert, die dorthin aus ihrer afrikanischen Heimat einwandern? Wann endlich wird Lübeck evakuiert, bevor es ganz im Meer versinkt? Und wo sind die Haifischnetze vor Sylt, um unsere Urlauber zu schützen?

Welche dieser Maßnahmen wurden schon in Angriff genommen? Schließlich geht es darum, unser Überleben zu retten. 

Eine der erstaunlichsten Tatsachen ist für mich das Überleben der Spezies Mensch in der letzten Eiszeit. Wie haben diese Leute es geschafft, den harten Bedingungen zu trotzen trotz der primitiven technischen Mittel, die ihnen zur Verfügung standen? 



2020/03/30

Kleine Klima- und Wetterkunde

Oder über die Wirkung von Treibhausgasen, insbesondere Wasserdampf und CO2. Wie sich diese beiden auf das Wettergeschehen auswirken, erklärt ein Beitrag von Hans Hofmann-Reinecke auf seinem Blog Think Again.

Ganz ohne Hysterie und Panikmodus werden hier Dinge erklärt, die eigentlich jedem Menschen klar sein sollten. Tatsächlich sind sie es aber nicht, weil ein großer Teil der Gebildeten und Halbgebildeten lieber einem Katastrophenweltbild frönt, als das Oberstübchen einzuschalten.

Zum Beispiel, warum klare Nächte für Abkühlung sorgen, während Nachtbewölkung diese stark abmindert. Schuld daran ist übrigens nicht das CO2, sondern der Wasserdampf. Hätten Sie es gewusst?

Dingende Leseempfehlung!




2020/01/14

Wenn Gletscher nicht verschwinden wollen

... dann muss man eben die Hinweisschilder Glaciers Will All Be Gone By 2020 wieder abmontieren. So geschehen im Glacier Nationalpark in Montana. Aus dem Goodbye to the Glaciers wird dann eben ein Goodbye to the Forecast.

Schon peinlich, wenn sich die Natur nicht an die Vorgaben der Klimaforscher halten will.

Und es ist nicht die einzige Klimaprognose (und wird auch nicht die letzte sein), die sich als falsch erweist.


2020/01/02

Eine Klimaprognose für das Jahr 2020

Prognosen sind immer sehr schwierig. Besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Zitat:
A secret report, suppressed by US defence chiefs and obtained by The Observer, warns that major European cities will be sunk beneath rising seas as Britain is plunged into a ‘Siberian’ climate by 2020. Nuclear conflict, mega-droughts, famine and widespread rioting will erupt across the world.

Quelle: The Guardian, die Hauspostille der Linksliberalen. Aus dem Jahr 2004.

2019/12/14

Wie Schweden seinen CO2-Ausstoß reduzierte

Im Allgemeinen ist die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ein aufwendiges und langwieriges Unterfangen. Natürlich nur, wenn man die industrielle Basis eines Landes weiterhin erhalten möchte. Wenn man die Wirtschaft deindustrialisieren will, geht es auch schneller.

In diesem Posting greife ich wieder einmal auf die Daten der BP Statistical Review of World Energy zurück (Link nebenan), eine Fundgrube für Energiedaten.

Diesmal sehen wir uns die Situation in Schweden an. Fig. 1 zeigt den Primärenergieverbrauch im Vergleich mit Österreich.

Fig. 1 Primärenergieverbrauch in Österreich und Schweden seit 1965

Schweden hält seit Anfang der 1980er Jahre seinen Primärenergieverbrauch weitgehend konstant, während er in Österreich kontinuierlich leicht anstieg.

Dann werfen wir einen Blick auf den CO2-Ausstoß in beiden Ländern (Fig. 2).

Fig. 2 CO2-Emissionen in Schweden und Österreich

Hier fällt zunächst einmal ins Auge, dass Schweden trotz höherem Primärenergieverbrauch seit 2001 weniger CO2 emittiert als Österreich. Bemerkenswert, nicht wahr?

Zunächst stieg der CO2-Ausstoß ab 1965 steil an, blieb ab 1972 einige Jahre fast unverändert und legte ab Mitte der 1970er bis zum Ende des Jahrzehnts wieder spürbar zu. Aber dann kam es zu einem steilen Abfall des CO2-Ausstoßes ab 1979 bis 1985. Bemerkenswert: Das war einige Jahre bevor der Klimazirkus in die Welt kam. Eine signifikante Reduktion, ohne dass es jemand verlangt hätte. Was war geschehen?

Nun Schweden hat in diesen entscheidenden Jahren seine Nuklearkapazität konsequent ausgebaut, wie in folgendem Bild deutlich wird (Fig. 3). Da Österreich keine Kernkraftwerke besitzt, ist es nicht in der Abbildung zu sehen.

Fig. 3 Verbrauch an Nuklarenergie in Schweden
In eben jenen Jahren wurde in Schweden die nukleare Energieerzeugung signifikant hochgefahren und verharrt seitdem auf hohen Niveau, wenngleich in letzter Zeit eine leichte Abnahme zu verzeichnen ist.

Die Kernkraftwerke wurden (und werden) nicht nur zur Stromerzeugung genutzt, sondern auch in die Fernwärmeversorgung eingebunden, wie folgendes Bild zeigt, das von der schwedischen Statistikbehörde stammt (Fig. 4).

Fig. 4 Thermische Energieversorgung in Schweden. 

Hieraus wird sofort klar, welchen enormen Beitrag die Kernkraft zur Bereitstellung von Wärme in Schweden leistet. Auch hier wieder schön zu sehen, wie der Anteil der Kernkraft ab Ende der 1970er Jahre steil ansteigt.

Fazit: Schweden konnte seine Kohlendioxidemissionen bereits zu einem Zeitpunkt drastisch reduzieren, als noch kein Mensch vom menschengemachten Klimawandel sprach. Dafür ist ausschließlich der Einsatz von Nuklearenergie verantwortlich. Die Entscheidung zugunsten der Kernenergie dürfte wohl darin zu sehen sein, dass man die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen, insbesondere zur Stromerzeugung und zur Bereitstellung von Wärme reduzieren wollte.

Es gelang zwar, den CO2-Ausstoß seit Mitte der 1980er Jahre weiter zu reduzieren, allerdings ist der Rückgang deutlich geringer als nach der Einführung der Kernkraft in den schwedischen Energiemarkt.















2019/09/22

Deutsche Klimaträume (2)

Im vorigen Post ging es um das Energieeinsparpotential bei Einfamilienhäusern in Schweden, was uns als Richtmarke für die Verhältnisse in Deutschland dienen kann. Die dort genannte statistische Erhebung der Energimyndigheten geht aber noch deutlich weiter.

Auch der Gebäudesektor (also Objekte mit mehreren Wohneinheiten) wird einer entsprechenden Analyse unterzogen. Wieder wird der spezifische Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in kWh/m2 für den Gebäudebestand in Schweden aufgeschlüsselt nach dem Alter der bestehenden Einheiten.

Hier ist das Ergebnis für 2016:



Nicht überraschend verbrauchen die jüngeren Gebäudetypen weniger Energie als die älteren. Die jüngsten liegen in ihrem Energieverbrauch rund 38 % unter den ältesten Einheiten.

Für den gesamten Gebäudebestand ergibt sich über die letzten elf Jahre folgendes Bild:


Da sieht die Verringerung der spezifischen Verbrauchszahlen mit rund 13 % zwischen 2005 und 2016 schon weitaus weniger spektakulär aus. Auch dieser Wert ist weit entfernt von den 40 % CO2-Reduktion, die laut "Experten" in den nächsten 10 Jahren in Deutschland angepeilt werden. Wir erinnern uns: Bei den Einfamilienhäusern gab es in den letzten zehn Jahren einen Rückgang des Energieverbrauchs um 17 %.

Zusammengefasst: Weder im Bereich der Einfamilienhäuser noch in jenem der Gebäude mit mehreren Wohneinheiten sieht es so aus, als ob die ambitionierten Klimapläne Deutschlands auch nur annähernd umgesetzt werden könnten.









2019/09/17

Deutsche Klimaträume

Auf Daniel Stelters Blog bto findet sich zum Thema Klimawandel folgendes Zitat (aus der WELT):
Schon bis 2030, also innerhalb von zehn Jahren, sollen die CO2-Emissionen im Gebäudesektor um rund 40 Prozent auf 72 Millionen Tonnen pro Jahr sinken
Stelter betrachtet die Sachlage von einer ökonomischen Perspektive aus. Im Übrigen sehr lesenswert.

Wir aber interessieren uns hier für die energetische Sicht der Dinge. Wie realistisch ist es, innerhalb von 10 Jahren die CO2-Emissionen, also in letzter Konsequenz den Energieverbrauch, um 40 % zu senken?

Da trifft es sich gut, dass die schwedische Energiebehörde Energimyndiheten eine jährliche statistische Untersuchung über den Energieverbrauch im Gebäudesektor durchführt. Aus der jüngsten dieser Untersuchungen entnehmen wir, dass die ältesten und die neuesten Häuser in Schweden folgende Energiekennzahlen aufweisen:

Häuser gebaut vor und bis 1940:                    127 kWh/m2

Häuser gebaut zwischen 2011 und 2015:        74 kWh/m2

Mit anderen Worten: die jüngsten Häuser in Schweden brauchen 41,7 % weniger Energie (für Heizung und Warmwasser) als die ältesten.

Hier die Resultate dieser Untersuchung bildlich dargestellt:




Die zwischen diesen beiden Alterskohorten errichteten Wohnstätten liegen in ihrem Energieverbrauch irgendwo zwischen den genannten Extremwerten.

Also angenommen, es gäbe in Schweden nur Häuser, die vor 1940 gebaut wurden, und man würde diese nun durch solche mit dem neuesten Technologiestandard ersetzen, dann könnte man eine Energieeinsparung von rund 40 % erwarten.

Das ist natürlich nur ein Idealwert, weil wir ja alle in der Zwischenzeit gebauten Häuser ausgeblendet haben. Wenn wir also alle Häuser in Schweden durch neu gebaute ersetzten, so wäre das Einsparpotential deutlich geringer als 40 %.

Mir liegen keine entsprechenden Zahlen für Deutschland vor, aber das Beispiel Schweden gibt eine gute Messlatte vor, an der wir uns orientieren können.

Um nochmals auf das oben angeführte Zitat zurückzukommen: Eine Energieeinsparung von rund 40 % innerhalb von 10 Jahren ist utopisch und kann getrost ins Reich der Träume verwiesen werden. Es sei denn, die Winter werden deutlich wärmer.

Nachtrag: 

Hier ist noch ein Bild das den durchschnittlichen Energieverbrauch in kWh/m2 gemittelt über alle Altersklassen zeigt (EFH steht für Einfamilienhaus):


Durch den Neubau besonders effizienter Häuser und den Abbruch älterer Einheiten konnte zwischen 2006 und 2016 eine mittlere Reduktion von rund 17 % erreicht werden.






2019/08/31

Wann ist Peak CO2 erreicht?

Einer Reportage zum Klimawandel in Österreich entnehmen wir folgendes Zitat:

Um das Pariser Klimaabkommen zu erreichen, müsste der jährliche globale Treibhausgas-Ausstoß nicht später als 2020 sein Maximum erreichen. Bis 2030 müsste das Emissionsniveau wieder auf jenes von 1990 gesenkt werden und bis 2050 weiter auf 20-30 % des Emissionsniveaus von 1990 sinken.

Hierzu zwei Bilder. Beide beruhen auf Daten aus BP Statistical Review of World Energy.

Fig. 1 zeigt die CO2-Emissionen folgender Länder: Österreich, Deutschland, USA, China und Indien.

Fig. 1 CO2-Ausstoß ausgewählter Länder


Dann bekommt man ein Gefühl für die Größenordnungen, um die es hier geht.

Fig. 2 zeigt die weltweite Entwicklung des CO2-Ausstoßes und das erwartete Niveau im Jahr 2020. Dieser Wert wurde berechnet unter der Annahme, dass das Anstieg von 2017 auf 2018 sich auch in den nächsten Jahren fortsetzt. Wenn man sich die Graphik ansieht, hat man nicht den Eindruck, als ob die jährliche CO2-Menge vor dieser Grenze (rot strichlierte Line) halt machen würde.

Fig. 2 Globaler CO2-Ausstoß

Wenn man noch etwas genauer in die BP Daten hineinschaut, wird klar, wo der Anstieg des (von Menschen verursachten) CO2-Gehalts kommt. Zwischen 2007 und 2017 sank der CO2-Ausstoß der OECD-Länder um durchschnittlich 1 % pro Jahr. Im selben Zeitraum stieg derselbe in den Nicht-OECD-Ländern um mehr als 2 % jährlich an. Mit anderen Worten: die CO2-Verminderung in den OECD-Ländern reicht nicht aus, um den entsprechenden Zuwachs in den Nicht-OECD-Ländern zu kompensieren. Und es sieht nicht so aus, als ob dieser Trend schon bald abbrechen würde.

Da fragt man sich natürlich, welche Intelligenz zugegen war, als obige Festschreibung (Maximum des CO2-Ausstoßes im Jahr 2020) gemacht wurde.

Eines scheint jedenfalls klar zu sein: 2020 wird nicht peak-CO2.

Ob die Zielwerte für 2030 und 2050 überhaupt realistisch erreicht werden können, möge jeder Leser für sich entscheiden. Vielleicht dazu mehr in einem späteren Posting.




2019/08/23

Statistisches zum Klimawandel

Lesenswerter, unaufgeregter und erhellender Artikel eines Statistikers zum Thema Klimawandel.
Insbesondere geht es um die Temperaturen im vergangenen Juli, die mediale Erregungswellen nach sich gezogen haben. Nach der Lektüre ist den Lesern der Unterschied zwischen nüchterner Datenanalyse und hysterischer Panikmache klar.

Sehr schön beschrieben auch die willkürliche Festlegung des Referenzzeitraums (1961-1990) für die Temperaturmessung. So wird eine Ausgangsbasis suggeriert, die wissenschaftlich nicht unangreifbar ist. Gleichwohl wird diese Referenz in den Medien als gleichsam gottgegeben dargestellt.

Es versteht sich von selbst, dass man einen Vergleichsstandard braucht, um sinnvolle Aussagen zur Temperaturänderung machen zu können. Allerdings sind sich die Fachleute der Schwächen eines jeden Standards bewusst und treffen ihre Aussagen mit entsprechender Sorgfalt. Eine derartige Sorgfalt ist auf Seiten der Medien nicht gegeben, denn diese haben ein anderes Geschäftsmodell. Je absoluter der Vergleichszeitraum dem Publikum erscheint, umso alarmistischer können die Schlagzeilen sein, was sich wiederum mit einer gehörigen Portion Moralismus verbinden lässt.

Was ist das ideale Klima? So möchte man fragen. Und es lässt sich schwerlich argumentieren, dass die oben genannten dreißig Jahre so etwas wie ein ideales Klima repräsentieren. Warum sollte das so sein? Warum nicht, um einen anderen Zeitraum zu wählen, die Jahre 1871-1900? Oder eine entsprechende Periode des späten Mittelalters?

Oder anders gefragt, wenn wir beispielsweise die menschliche Geschichte seit der Steinzeit in einzelne Perioden von jeweils dreißig Jahren Länge aufteilten, wie oft wären dann zwei aufeinander folgende Perioden genau gleich hinsichtlich ihrer Durchschnittstemperatur?




2019/05/24

Auf dem Weg zur Klimaneutralität?

So lautet (bis auf das Fragezeichen, das stammt von mir) der Titel eines Beitrags auf Daniel Stelters Blog Think beyond the obvious.

Darin wird das Thema unter wirtschaftlichen und sehr optimistischen Gesichtspunkten betrachtet. Die Klimaproblematik geht den Leuten ganz offensichtlich unter die Haut. Und so gibt es eine ganze Reihe von Kommentaren, die den Beitrag ergänzen oder kritisch beleuchten.

Stellvertretend sei hier einer der (aus meiner Sicht) besten Kommentare (von einem User namens Bauer) zitiert:
bto ist ein Wirtschafts- und Finanzblog, das ich schätze. Allerdings bemerke ich hier, dass sich die physikalischen Kenntnisse der Teilnehmer nicht durchwegs auf demselben hohen Niveau bewegen. Darum zunächst einige Blicke zur Physik.

1- 7.5 Milliarden Menschen, die auf hohem Standard leben, oder alle Anstrengungen unternehmen, diesen baldmöglich zu erreichen, lassen die Erde nicht unverändert. Allerdings wird die Erde und ihre Bevölkerung nicht den Hitzetod sterben oder ersaufen, denn es wird die allseits befürchtete Erwärmung nicht geben, auch nicht menschlich verursacht. Das geben die physikalischen Gesetze nicht her. Die ganze hektische Klimadebatte beruht auf nachlässig interpretierten Forschungen und Veröffentlichungen aus dem 19. Jhdt. Inzwischen kennen wir den 2. themodynamischen Satz, der dies widerlegt. Ein irdischer Glashauseffekt käme einem perpetuum mobile gleich, was bekanntlich unmöglich ist.
Natürlich ist es angebracht, die natürlichen Resourcen unserer Erde – Energie gehört auch dazu, obwohl sie ausschliesslich von der Sonne kommt – überlegt und ökonomisch zu nutzen, aber CO2 und Stickoxyde gehören eindeutig nicht dazu und die überzogene Beschäftigung mit diesen Gasen bringt nichts ausser Kosten. Über die Motive der Klimaapostel möchte ich mich hier nicht auslassen, es würde zu peinlich.

2- Man darf bei allen Überlegungen zum Energieverbrauch die Gesetze der Entropie nicht ausser Acht lassen. Diese ist übrigens auch die Grundlage des 2. thermodynamischen Grundsatzes. Unsere Zivilisation kann ohne hochwertige Energie, also Hochtemperaturenergie, mit entsprechend niederer Entropie nicht bestehen. Nur die Kernkraft und die fossilen Kraftwerke liefern diese Primärenergie. Alle ökologisch „sauberen“ sekundären Energiequellen liefern nur Energie hoher Entropie. Diese kann man natürlich raffinieren, also auf eine Stufe niedrigerer Entropie heben, aber der Wirkungsgrad ist dabei mehr als bescheiden. Hinzu kommt, dass in der allgemeinen Diskussion bei fossiler Energie immer nur an den Verkehr auf Schiene, Strasse, Wasser und in der Luft gedacht wird, sowie die Stromerzeugung, und nicht an die benötigte Prozesswärme in der Industrie, vorzugsweise der chemischen. Dort wird jedoch der überwiegende Teil verbraten.

3- Das EEG hat uns noch keine Verbesserung der Lage gebracht, da die Versorgungssiccherheit fehlt. Im Gegenteil, der Kohleverbrauch ist gestiegen und wird erst recht steigen, sobald die Kernkraft wegfällt. Will da jemand die Kohle- und Gaskraftwerke abschalten? Wir leisten uns dagegen den Luxus eine zweifache Stromversorgung aufzubauen, neben der bestehenden, konventionellen noch die Windkraft plus Photovoltaik plus Verteilungsnetz. Erstere muss voll einsatzfähig vorgehalten werden für den häufigen Fall, dass weder die Sonne scheint noch der Wind wehen will. Wenn zufällig beides funktioniert, schenken wir den überschüssigen Strom unseren Nachbarn und bringen damit deren Versorgungsnetz aus dem Tritt. Das wird so nicht mehr lange hingenommen werden. Was dann?

4- @troodon: „… 83% of the total electricity storage output by 2050.” Das glauben Sie doch selber nicht, oder doch? Noch fahren nur einige E-Autos (gemessen an der Gesamtzahl) und schon hat sich der Preis für Lithium verdreifacht. Jetzt sollen auch noch Lkw und Schiffe elektrisch fahren und über E-Flugzeuge wird auch schon laut nachgedacht. Und falls die Entwicklung so weitergetrieben wird wie bisher, wird man demnächst an die Pufferung des Ökostroms an der Quelle denken müssen, was den Bedarf an Batterien womöglich verdoppelt.
Lithium ist zwar mehr als reichlich auf/in der Erde vorhanden, aber eben in nicht abbaubarer Dispersion fast überall. Die wenigen Lithium-Minen können schon heute den Bedatf kaum mehr decken, zudem liegen sie exotisch weitab oder in politisch schwierigen Ländern. Der bisherige Preisanstieg lässt da schlimmes ahnen. Gleichwertiger Ersatz ist bislang trotz vieler Bemühungen nicht in Sicht. Gut möglich, dass der nächste Weltkrieg nicht mehr wegen Öl, sondern wegen Lithium ausbricht.

5- Und zu guter letzt noch etwas zur wirtschaftlichen Seite: Man kann einen Technologieschwenk nicht erzwingen, zumal wenn es sich um so schwergewichtige Wirtschaftszweige handelt wie Elektrizitätsversorgung oder Kfz-Industrie. Solche Quantensprünge müssen sich spontan entwickeln am Bedarf, bzw. dem wirtschaftlichen Vorteil. Beispiel: In der zweiten Hälfte des 19. Jhdts wurden praktisch alle Eisenbahnlinien in Europa und Nordamerika gebaut, überwiegend in privater Initiative, weil die Nachfrage vorhanden war. Selbiges vollzog sich mit der Elektrifizierung zwischen 1890 und 1930. Natürlich ging das nicht ohne die unvermeidlichen Brüche, Fehlinvestitionen oder Bankrotte ab, aber das war sozialverträglicher und billiger als z.B. ein EEG, da es die Akteure traf und nicht die Kunden, bzw. Verbraucher. Ausserdem gab es keine kapitalintensiven Vorläufer, die verdrängt werden mussten.
Ein Technologiewechsel kann nicht schneller erfolgen, als es die Restnutzungsdauer der abzulösenden Strukturen, bzw, deren Abschschreibungsfristen vorgeben. Alles andere ist mutwillige Verschleuderung von Volksvermögen.

6- Hier eine qualifizierte Quelle zu Punkt 1 + 2:
Gerhard Gehrlich und Ralph D. Tscheuschner: Falsification of the Atmospheric CO2 Greenhouse Effects within the Frame of Physics, Braunschweig/Hamburg 2009
(download aus dem Internet, mit weiteren 205 Literaturnachweisen zum Thema)

Man sieht: das Thema hat eben nicht nur eine moralische und wirtschaftliche Komponente, sondern auch eine physikalische. Es lohnt sich darüber nachzudenken.

Lesenswert!



2018/11/08

Ein kleiner Rechenfehler

Kürzlich war es wieder einmal so weit. Eine Studie die zu dem Ergebnis kam, der Klimawandel sei möglicherweise weitaus schlimmer als bislang angenommen, geisterte durch die Gazetten der Wahrheitspresse. Man kennt das.

Doch inzwischen stellte sich heraus, dass die Studie einen Rechenfehler enthält, der die Ergebnisse ein bisserl verfälscht - und zwar in Richtung more of the same.

Independent scientist Nic Lewis found the study had “apparently serious (but surely inadvertent) errors in the underlying calculations.” Lewis’ findings were quickly corroborated by another researcher. -Daily Caller

Kann ja passieren. Da wollen wir doch nicht so kleinlich sein.

Interessant wird sein, ob die Damen und Herren von der Journaille nun auch die korrigierten (d.h. weniger dramatischen) Werte so eifrig unters Volk bringen werden wie das ursprüngliche Pamphlet.

Mehr Informationen (und Graphiken) zu dem kleinen mathematischen Missgeschick hier.

2018/06/07

3 Milliarden werden durch Global Warming sterben

... sagt der kalifornische Gouvernator Jerry Brown.

Stimmt. Auf lange Sicht sind wir alle tot. Und wenn Dummheit tödlich ist, werden´s noch ein paar mehr sein.

Mehr dazu hier.