2020/04/14

Corona-Krise - Ausbreitungsmuster und Lockdown

In den letzten Wochen haben die Medien eine Stimmung der Hysterie und Angst vor dem Coronavirus erzeugt, die mit den tatsächlichen Gefahren nicht Schritt hält. Neben der Angstmache war vor allem die Hofberichterstattung ein zentrales Leitmotiv der Medienschaffenden. Alles, was die Regierenden machten, war gut. Da und dort wurde noch ein bisschen mehr gefordert, Maskenpflicht für alle und Ähnliches, trotz mangelnder wissenschaftlicher Evidenz. 

Wir sollten aber nicht zu hart über die Journaille urteilen. Wer immer nur Hofberichterstattung geübt hat, kann eben nichts anderes. Dazu kommt die große Unwissenheit über die Gefahr, sodass man meinte, das Vorsorgeprinzip müsse in alle Lebensbereiche ausgedehnt werden. Und das mangelnde Wissen betraf ja auch die Expertenschaft. Also auch hier kein unmittelbarer Vorwurf. Und schließlich kämpfen Medien um Auflage und Klickzahlen: das haben nüchterne Überlegungen und ein bedächtiges Abwägen keine Chance. 

Es ist der ewige Wettstreit zwischen schnellem und langsamem Denken. Das schnelle Denken sichert den Klick und die Aufmerksamkeit. Das langsame Denken hingegen ist schwierig und anstrengend. Wer will das schon in der Hitze des Gefechts. Dabei liefert letzteres genau die Erkenntnisse, die uns in Zukunft nützen können. 

Und schließlich gibt die Politik auch gerne den Beschützer, vor welchen Schreckensszenarien auch immer, egal ob Klimawandel oder Corona. Im Anschluss an die Gefahrenabwehr wird dann das entsprechende Schutzgeld fällig. 

Hinterher ist man immer klüger. Hoffentlich ist das auch in Zeiten von Corona der Fall. Zweifel sind angebracht. 

Inzwischen gibt es reichliches Zahlenmaterial, das sich lohnt genauer unter die Lupe genommen zu werden. Viruserkrankungen breiten sich nämlich nicht wie eine Dampfwalze aus, die unterschiedslos alles mit sich reißen. Stattdessen gibt es Clusterbildungen, die gute Hinweise auf Ausbreitungsmuster liefern. Dies müsste bei den zuständigen Fachleuten auch bekannt sein, sollte man zumindest meinen. 

Mit dem Phänomen der clusterhaften Ausbreitung beschäftigt sich ein lesenswerter Beitrag auf der Achse des Guten. Dort wird der Sachverhalt in zeitlicher und räumlicher Hinsicht analysiert und mit Abschätzungen untermauert. Demnach waren es vor allem zwei Umstände, die als Treibsatz für die Ausbreitung des Coronavirus fungierten: der Karneval in Deutschland und die Apres-Ski-Parties in den Skigebieten. Ähnliches gilt wohl auch für Österreich. 

Der Autor des Achse-Artikels hält angesichts seiner Erkenntnisse den allgemeinen Lockdown für überzogen. Nun, dem ist weitgehend zuzustimmen. Zwar werden die Ausgangsbeschränkungen die weitere Verbreitung des Virus etwas reduziert haben. Ob die dadurch bewirkten Kollateralschäden (insbesondere die Lähmung des wirtschaftlichen Lebens) in einem vernünftigen Verhältnis zu dem (minimalen) gesundheitlichen Nutzen stehen, darf allerdings hinterfragt werden. 

Es sieht in der Tat so aus, als hätte die Schließung von Pubs und die Absage von Großveranstaltungen einen weitaus größeren Einfluss auf die Eindämmung des Virus als andere Maßnahmen. Man muss eben jene Orte unter Kontrolle bringen, wo ein reger Austausch von Viren stattfinden kann. Das müsste den Verantwortlichen inzwischen schon klar sein. 





2020/04/08

Alternatives zum Coronavirus

Hier der Hineis auf ein sehr gutes Video von Martin Haditsch zur aktuellen Coronakrise. Eine hörenswerte Alternative zur gegenwärtigen Aufregung, die von den Medien angefacht und von der Politik zum Machtausbau genutzt wird.

Ich glaube es ist nicht zu weit hergeholt, wenn man sagt, dass uns die ökonomischen Folgen weitaus stärker treffen werden, als es das Virus jemals getan hätte.


2020/04/02

Der deutsche Strommix - März 2020

Der monatliche Blick auf den deutschen Stromverbrauch und den Beitrag regenerativer Energien ist diesmal besonders interessant, weil durch die aktuelle Coronakrise Teile des Wirtschaftslebens brachliegen.

Das Schaubild der Bundesnetzagentur zeigt uns folgendes:


Während der Wind in diesem Monat nur einige starke Tage hatte, legte die Sonne allmählich an Gewicht zu.

Noch spannender ist die rote Linie, die die Verbrauchswerte anzeigt. Man sieht deutlich, dass ab Monatsmitte der Stromverbrauch signifikant zurückgeht. In Zahlen ausgedrückt, beträgt der Minderverbrauch ab dem 13. März rund 6,4 %. Tendenz fallend.

Es bleibt abzuwarten, wieweit sich dieser Trend fortsetzt.





2020/03/30

Kleine Klima- und Wetterkunde

Oder über die Wirkung von Treibhausgasen, insbesondere Wasserdampf und CO2. Wie sich diese beiden auf das Wettergeschehen auswirken, erklärt ein Beitrag von Hans Hofmann-Reinecke auf seinem Blog Think Again.

Ganz ohne Hysterie und Panikmodus werden hier Dinge erklärt, die eigentlich jedem Menschen klar sein sollten. Tatsächlich sind sie es aber nicht, weil ein großer Teil der Gebildeten und Halbgebildeten lieber einem Katastrophenweltbild frönt, als das Oberstübchen einzuschalten.

Zum Beispiel, warum klare Nächte für Abkühlung sorgen, während Nachtbewölkung diese stark abmindert. Schuld daran ist übrigens nicht das CO2, sondern der Wasserdampf. Hätten Sie es gewusst?

Dingende Leseempfehlung!




2020/03/27

Die Lückenpresse in Zeiten des Coronavirus

Wenn Leute, die sonst immer gegen Hass und Hetze zur Stelle sind, plötzlich selbst hetzen, fällt die Maske der Humanität. Ich selbst pflege immer zu sagen: Auch Humanisten gehen über Leichen, wenn es denn politisch opportun ist. Oder sollte man eher sagen: sogenannte Humanisten. Denn die zur Schau getragene Menschlichkeit oder der Humanismus ist des öfteren nur Fassade.

Hier also ein Beitrag, der die Rolle der Medien in Zeiten der Coronakrise beleuchtet und insbesondere das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen. Ein Lehrstück über die Verlogenheit der Mainstreammedien.

Sehr informativ. Und das ganz ohne Faktenchecker.

2020/03/22

Statistisches zum Coronavirus

Heute ein paar Reflexionen zur aktuellen Krise.
Der Autor ist kein Mediziner und kann folglich aus dieser Sicht kein profundes Urteil abgeben.
Was jedoch sicher erscheint, ist der Umstand, dass wir uns einer Kakophonie aus Meldungen unterschiedlichster Herkunft gegenüber sehen, die es schwierig macht, die Spreu vom Weizen zu trennen. In so einer Situation kann ein Schuss Skepsis und eigenes Nachdenken nie schaden.

Ich möchte mich hier mit den statistischen Daten zur gegenwärtigen Lage befassen.
Täglich aktualisierte Daten zum Coronavirus findet man auf dieser Webseite. Alternativ auch hier.

Coronastatistik nach Worldometer vom 21/03/2020

Sehen wir uns zunächst die linke Kurve mit den Fallzahlen etwas genauer an. Ab Ende Januar zeigt die Kurve einen exponentiell ansteigenden Verlauf, der sich in der ersten Februarwoche leicht abflacht. Zu diesem Zeitpunkt war praktisch nur China vom Coronavirus betroffen. Dort gingen die Neuinfektionen deutlich zurück, und man hätte meinen können, das Schlimmste wäre vorüber.

Doch dann gab es einen neuen Schub ab etwa 11. Februar 2020. Die Kurve steigt steil an, wird dann bis gegen Ende des Monat wieder etwas flacher, und ab Anfang März geht es wieder exponentiell nach oben und zwar bis heute. Jetzt hat sich das Virus in Europa fest etabliert, und die Fallzahlen stellen alles in den Schatten, was man aus China kannte.

Die rechte Kurve zeigt die akkumulierte Zahl der Todesfälle. Man erkennt, dass die Todesfälle gegenüber den Neuinfektionen um etwa 10 Tage verschoben sind (vergleiche etwa die beiden Kurven Mitte Februar).

Noch etwas ist bemerkenswert. Während die linke Kurve von Mitte bis Ende Februar einen relativ flachen Verlauf zeigt (das war wohl die Zeit, wo sich viele in Italien angesteckt haben) ist das zeitverzögerte Äquivalent in der rechten Kurve deutlich kürzer, nur etwa eine Woche lang, bevor es so richtig nach oben springt.

Ich würde erwarten, dass sich das Wachstum der Neuinfektionen in den nächsten ein bis zwei Wochen abschwächen wird. Bis dahin sollten die ergriffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten.


2020/03/11

Netzfund: Die Stromversorgung ist gefährdet

Nicht nur Deutschland wandelt auf dem Traumpfad der Energiewende. Auch die Schweiz hat Ähnliches vor: Bis 2050 will das Land aus der Kernenergie aussteigen und auf sogenannte erneuerbare Energieträger umstellen.

Was das für die Energieversorgung des Landes bedeutet, kann man in einem Artikel in der Finanz und Wirtschaft nachlesen.

Hieraus einige Kostproben:
In der Tat durften die über hundert Projekte gemäss Auftrag nicht etwa die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit der Energiestrategie 2050 (ES 2050) ergebnisoffen untersuchen, sondern hatten vor allem nach Mitteln und Wegen zur Förderung der Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den Massnahmen dieser Strategie zu suchen. Dies kommt einem doppelten Missbrauch sowohl der Wissenschaft als auch der Demokratie gleich.
Da soll also mit der Reputation der Wissenschaft die öffentliche Meinung ein wenig manipuliert, pardon: gesteuert werden. Ja natürlich, es gibt Wissenschaftler, und gar nicht mal so wenige, die sich für so etwas hergeben.
Selbst das fundamentale Problem, dass ein weiterer Ausbau intermittierender NEE-Kapazitäten (neue erneuerbare Energieträger, MJ) zwar die Produktionsamplituden erhöht, die Produktionslücken jedoch weitgehend unverändert lässt, findet keinerlei Beachtung. Dabei ist dies von entscheidender Bedeutung für die Auslegung von Speicherkapazitäten und die Sicherung der Netzstabilität.
Das leidige Speicherproblem, bekannt seit den Urzeiten der regenerativen Stromerzeugung. Es wächst mit der Menge an regenerativem Strom, die produziert wird. 
Aus Effizienzgründen müssten zum Ausgleich saisonale Hydrospeicher eingesetzt werden – Pumpspeicher, von denen es in der nötigen Ausprägung und Grösse in der Schweiz heute noch keine gibt und auf absehbare Zeit auch nicht geben wird.
Die Speicher gibt´s jedoch nicht umsonst, weder aus finanzieller noch aus energetischer Sicht. Denn die Speicherung elektrischer Energie verursacht Verluste, die kompensiert werden müssen. Mit anderen Worten: Man muss mehr Energie hineinstecken, als man heraus bekommt.
Im Fall von Hydrospeicherung (effizienteste Speichermethode) wären rund 22% an zusätzlicher Leistung zu installieren; würde man auf «Power to Gas to Power» setzen – was in der Politik auf viel Sympathie stösst –, so wären nicht weniger als 75% Zusatzleistung erforderlich.
Ja, und zur Frage der Kosten: Man erinnert sich noch an die berühmte Kugel Eis, die für die deutsche Energiewende veranschlagt wurden und was inzwischen daraus wurde. In der Schweiz läuft ein ähnliches Spiel (oder soll man eher Betrug sagen?):
Die Bevölkerung wurde völlig falsch informiert, wie hoch die Kosten der offenbar zu wenig seriös reflektierten Energiestrategie 2050 sein werden: 40 Fr. pro Haushalt und Jahr war die magische Zahl, die im Vorfeld der Abstimmung von der damals zuständigen Bundesrätin Doris Leuthard verbreitet wurde. Wir haben versucht, mit den genannten Annahmen die effektiven Kosten (inkl. der zwingend notwendigen zusätzlichen Systemkosten) nachzurechnen, und kommen auf etwa den fünfzigfachen Wert.
Da werden also die Leute im Dienst der guten Sache hinter die Fichte geführt. Wie sich die Methoden gleichen.

Aber auch die dadurch verursachten Probleme gleichen sich und werden in nicht allzu ferner Zukunft für alle spürbar werden.